Änderungen im Waffengesetz - ein kurzer Überblick

Achtung:
Für den Transport sowie Führen von Waffen gilt das aktuelle Dt. Waffengesetz vom 01, April 08! Nachfolgend haben wir einige relevante §§ zur Information zusammengestellt:

Gilt insbesondere für den Transport sowie das Führen von Teleskop-Schlagstöcken, Tonfas, Sai sowie die Verwendung von Samurai-Schwertern!

Auszug aus dem Waffengesetz vom "Waffengesetz vom 11. Oktober 2002 (BGBl. I S. 3970 (4592) (2003, 1957), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 26. März 2008 (BGBl. I S. 426)" Stand: Zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 26.3.2008 I 426

§ 42a Verbot des Führens von Anscheinswaffen und bestimmten tragbaren Gegenständen

(1) Es ist verboten

1. Anscheinswaffen,
2. Hieb- und Stoßwaffen nach Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nr. 1.1 oder
3. Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer
mit einer Klingenlänge über 12 cm zu führen.

(2) Absatz 1 gilt nicht

1. für die Verwendung bei Foto-, Film- oder Fernsehaufnahmen oder Theateraufführungen,
2. für den Transport in einem verschlossenen Behältnis,
3. für das Führen der Gegenstände nach Absatz 1 Nr. 2 und 3, sofern ein berechtigtes Interesse vorliegt. Weitergehende Regelungen bleiben unberührt.

(3) Ein berechtigtes Interesse nach Absatz 2 Nr. 3 liegt insbesondere vor, wenn das Führen der Gegenstände im Zusammenhang mit der Berufsausübung erfolgt, der Brauchtumspflege, dem Sport oder einem allgemein anerkannten Zweck dient.

Führen:
Da hilft auch kein Kleiner Waffenschein — der § 42a verbietet das Führen von
1. Anscheinswaffen,
2. Hieb- und Stoßwaffen und
3. Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm zu führen.

Ausgenommen davon ist die Verwendung bei Foto-, Film- oder Fernsehaufnahmen bzw. Theateraufführungen und der
Transport in einem verschlossenen Behältnis. (Ein geschlossenes Behältnis genügt also nicht.) Messer und Hieb- und Stoßwaffen dürfen auch geführt werden, sofern ein berechtigtes Interesse vorliegt. Das ist nach Gesetz der Fall, wenn das Führen “im Zusammenhang mit der Berufsausübung erfolgt, der Brauchtumspflege, dem Sport oder einem allgemein anerkannten Zweck dient.” Verstöße gegen das verbotene Führen nach § 42a stuft das Gesetz als Ordnungswidrigkeiten ein.

Hieb- und Stoßwaffen:
Schon nach dem bisher gültigen WaffG, gelten als Hieb- und Stoßwaffen nicht nur entsprechende Blankwaffen, sondern alle Gegenstände, die "ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, unter unmittelbarer Ausnutzung der Muskelkraft durch Hieb, Stoß, Stich, Schlag oder Wurf Verletzungen beizubringen". Baseballschläger, Steine oder Flaschen sind davon nicht erfasst, wohl aber z.B. Teleskopschlagstöcke (nicht zu verwechseln mit verbotenen sog. Totschlägern). Klar ist damit: Jeder Teleskop- oder sonstige Schlagstock entfällt künftig als private Notwehrvorsorge außerhalb des eigenen befriedeten Besitztums. Wachschützer, Polizisten und ähnliche Berufsgruppen trifft das Verbot nicht.


Aktuelles Waffengesetz zum download: www.juris.de


10.01.2010
security.sabaki.de

 

     

Trend GmbH SAB security.sabaki.info / Anfragen: +49 (0)3741 40 399 46 / Sport-Akademie - Telefon: +49 (0)3741 40 399 18 / Telefax: +49 (0)3741 40 399 18
 
©Copyright  2000 - 2010  Sabaki-Akademie e.V.
 Alle Rechte vorbehalten. Fotos,Grafik,Design All Rights Reserved
 
Impressum I Kontakt I Sabaki-Shop